Blick


Blick

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Blick [blɪk], der; -[e]s, -e:
1. das Blicken:
ein [kurzer] Blick auf die Uhr, in den Kalender; ein freundlicher Blick; ihre Blicke trafen sich; jmdm. einen Blick zuwerfen; jmds. Blick ausweichen; den Blick senken; das sieht man doch mit einem Blick; auf den ersten Blick schien alles in Ordnung zu sein.
Zus.: Einblick, Seitenblick.
2. <ohne Plural> Ausdruck der Augen:
ein offener, sanfter Blick.
Zus.: Kennerblick, Unschuldsblick.
3. Möglichkeit, ins Freie, in die Ferne, auf eine Landschaft o. Ä. zu sehen:
das Zimmer hat einen herrlichen Blick [auf den See]; ein weiter Blick ins Land.
Syn.: Ausblick, Aussicht, Panorama, Sicht.
Zus.: Ausblick, Fernblick, Meeresblick, Panoramablick, Rundblick, Seeblick.

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Blịck 〈m. 1
1. kurzes Hinschauen
2. Ausdruck der Augen
3. Aussicht, Fernsicht (Aus\Blick, Rund\Blick)
4. 〈fig.〉 Urteilsvermögen
● den \Blick abwenden; ausweichen: sie wich seinem \Blick aus; er begegnete ihrem \Blick; das Flugzeug entschwand unseren \Blicken; er hat einen guten, hat keinen \Blick für schöne fotografische Motive; jmdm. den \Blick schärfen für 〈fig.〉; einer Sache od. jmdm. keinen \Blick schenken sie od. ihn nicht ansehen, nicht beachten; sich (durch Einzelheiten) den \Blick (aufs Ganze) trüben lassen; einen \Blick (des Einverständnisses mit jmdm.) wechseln; jmdn. keines \Blickes würdigen; jmdm. einen \Blick zuwerfen ● den bösen \Blick haben 〈nach altem Aberglauben〉 die Fähigkeit haben, jmdn. durch bloßes Anschauen verzaubern od. ihm schaden zu können; dankbarer, finsterer, freundlicher, heimlicher, rascher, verstohlener \Blick; durchdringender, scharfer, stechender \Blick; ein flüchtiger \Blick genügte, um festzustellen ...; von hier aus hat man einen herrlichen, weiten \Blick; er hat einen offenen \Blick ● Liebe auf den ersten \Blick L. beim ersten Ansehen; etwas od. jmdn. auf den ersten \Blick erkennen; ein Zimmer mit \Blick aufs Meer; sie lenkte alle \Blicke auf sich; den \Blick auf jmdn. od. etwas richten; einen \Blick auf etwas werfen sich etwas kurz ansehen; einen \Blick in ein Buch tun es kurz betrachten, durchblättern; \Blick ins Grüne, in die Weite; er durchbohrte mich mit seinem \Blick; jmdn. mit bösen \Blicken bedenken; mit einem \Blick eine Sachlage erfassen; etwas mit sicherem \Blick erkennen; einen Gegenstand od. jmdn. mit den \Blicken verfolgen; er verschlang sie mit seinen \Blicken er sah sie aufdringlich an [<mhd. blick „Glanz, Blick, Blitz“ <ahd. blic „Blitz“ <idg. *bhleg-]

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Blịck , der; -[e]s, -e [mhd. blic = Blick; Glanz, Blitz, ahd. blicch = Blitz(strahl), zu blicken]:
1.
a) [kurzes] Blicken, Anschauen, Hinschauen:
ein dankbarer B.;
sich -e zuwerfen;
jmds. B. erwidern;
einen B. riskieren (ugs.; vorsichtig, heimlich hinsehen);
jmdn. keines -es würdigen (jmdn. nicht beachten);
jmds. B. ausweichen;
auf den ersten B. (sofort), auf den zweiten B. (erst bei näherem Hinschauen);
etw. mit einem B. (sofort) sehen;
mit einem halben B. (ohne genau hinzusehen);
R wenn -e töten könnten! (als Ausdruck, dass man sich durch jmds. feindseligen Blick angegriffen fühlt);
einen B. hinter die Kulissen werfen/tun (die Hintergründe einer Sache kennenlernen);
b) irgendwohin blickende Augen:
den B. senken;
seine -e auf jmdn., etw. richten;
er wendete keinen B. von ihr.
2. <o. Pl.> Ausdruck der Augen:
einen offenen B. haben;
der böse B. (angebliche Zauberkraft, durch bloßes Anblicken anderen Unheil zu bringen).
3. <o. Pl.> Aussicht, Ausblick:
ein herrlicher B.;
ein Zimmer mit B. aufs Meer.
4. <o. Pl.> Urteil[skraft]:
ein geschulter, sicherer B.;
einen weiten B. (ein vorausschauendes Urteil) haben;
seinen B. für etw. schärfen;
keinen B. für jmdn., etw. haben (jmdn., etw. nicht verstehen, nicht richtig beurteilen können);
einen, den richtigen B. für etw. haben (die Ursachen u. Zusammenhänge von etw. klar erkennen u. beurteilen können).

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Blick,
 
schweizerische Straßenverkaufzeitung (Ringier AG), gegründet 1959 in Zürich, Auflage (2002): 309 000. Als Wochenzeitung erscheint SonntagsBlick, Auflage 336 000.

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Blịck, der; -[e]s, -e [mhd. blic = Blick; Glanz, Blitz, ahd. blicch = Blitz(strahl), zu ↑blicken]: 1. a) [kurzes] Blicken, Anschauen, Hinschauen: ein vielsagender, dankbarer, nachdenklicher B.; sich -e zuwerfen: einen [kurzen] B. in das Zimmer werfen; jmds. Blick erwidern; einen B. riskieren (ugs.; vorsichtig, heimlich hinsehen); Elisabeth verstand den B. nicht (Sebastian, Krankenhaus 52); jmdn. keines -es würdigen (jmdn. nicht beachten); jmds. Blick ausweichen; von hier aus sieht man alles auf einen B.; auf den ersten B. (sofort), auf den zweiten B. (erst bei näherem Hinschauen); etwas mit einem B. (sofort) sehen; mit einem halben B. (ohne genau hinzusehen); R wenn -e töten könnten! (als Ausdruck, dass man sich durch jmds. feindseligen Blick angegriffen fühlt); *einen B. hinter die Kulissen werfen/tun (die Hintergründe einer Sache kennen lernen); b) irgendwohin blickende Augen: den B. heben, senken; seine -e auf jmdn., etw. richten; er wendete keinen B. von ihr; hochmütig ... ging ich an den ... argwöhnischen -en der Hoteldiener vorbei (Roth, Beichte 110); jmdn. mit -en verschlingen (jmdn. aufdringlich ansehen); jmdn. mit -en durchbohren (jmdn. durchdringend, strafend, vorwurfsvoll ansehen); keinen B. für jmdn., etw. haben (jmdn., etw. nicht beachten). 2. <o. Pl.> Ausdruck der Augen: einen offenen, sanften, verschlagenen B. haben; sein umwölkter B. hellte sich auf (H. Gerlach, Demission 136); Der Trainer ... steht mit ungläubigem B. am Koppelzaun (Frischmuth, Herrin 84); *der böse B. (angebliche Zauberkraft, durch bloßes Anblicken anderen Unheil zu bringen). 3. <o. Pl.> Aussicht, Ausblick: ein herrlicher, einmaliger B.; ein Zimmer mit B. aufs Meer, ins Grüne; Von oben hatte man einen weiten B. über Klingenthal und den Aschberg (Loest, Pistole 213). 4. <o. Pl.> Urteil[skraft]: ein geschärfter, wissenschaftlich geschulter, sicherer B.; einen weiten B. (ein vorausschauendes Urteil) haben; seinen B. für etw. schärfen; keinen B. für jmdn., etw. haben (jmdn., etw. nicht verstehen, nicht richtig beurteilen können); einen, den richtigen B. für etw. haben (die Ursachen u. Zusammenhänge von etw. klar erkennen u. beurteilen können). 5. a) [plötzliches] Aufleuchten, heller Lichtstrahl, Schimmer: Ein Nachbar sah den B. von Pulver (Goethe, Werther II, Der Herausgeber an den Leser); b) (in der Bergmannsspr.) nach Beendigung der Treibarbeit auftretender heller Glanz des bearbeiteten Materials: Er dachte sich dessen (= des Schauspielers) häusliches Leben als eine Reihe von würdigen Handlungen ..., davon die Erscheinung auf dem Theater nur die äußerste Spitze, nur wie der B. des Silbers sei (Goethe, Theatralische Sendung I, 16).

Universal-Lexikon. 2012.

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